Logo_Pilgerweg.jpgPilgerwanderung vom 23.-24.04.2016

Das Wochenende für die geplante Pilgerwanderung von Paderborn nach Geseke mit den Jakobusfreunden Breckerfeld rückte langsam näher. Das Wetter war herrlich, man konnte bei milden Frühlingstemperaturen schon schön im Garten sitzen.
Die Vorfreude wuchs von Tag zu Tag.b_240_240_16777215_00_images_aktuelles_2016_Pilgergruppe_2016-04-23.jpg
Doch dann sorgte der Wetterbericht mit Vorhersagen wie "Temperatursturz, orkanartigen Windböen, Schnee- und Hagelschauern" für sehr gedämpfte Stimmung. Freitags noch konnte man mittags in der Sonne sitzen – und am Samstagmorgen wären Mütze und Handschuhe schön gewesen!
Treffen um 8:50 Uhr am Busbahnhof: Eine erste kleine Gruppe von 6 Pilgern machte sich auf nach Hagen zum Bahnhof. Im Bus konnten wir uns etwas aufwärmen. In Zurstraße stieg eine weitere Pilgerin zu und in Hagen bestiegen dann 15 gut gelaunte Menschen den Zug nach Paderborn, jeder mit mehr oder weniger leichtem Gepäck.
In Paderborn angekommen war die erste Station der Dom.

Harald Ludwig gab uns einen kleinen geistlichen Impuls und nach der wunderschönen Angelus-Matinee machten wir uns auf den Weg.
Zunächst ging es durch die Fußgängerzone – stets mit wachen Augen, um keines der kleinen blau-gelben Pilgerzeichen zu verpassen – und dann aus Paderborn heraus in Richtung Salzkotten, unserem ersten Etappenziel.
Die meiste Zeit begleitete uns die Sonne, hin und wieder zogen zwar dunkle Wolken auf, aber der frische Wind blies sie schnell weiter. Der Weg führte uns an Feldern vorbei, durch kleine Wohnsiedlungen, an großen und kleinen Straßen entlang und jeder ging in seinem Tempo. Mal ging man alleine und konnte seinen eigenen Gedanken Raum geben, mal ging man zu zweit oder in kleinen Gruppen und kam ins Gespräch über kleine und große Dinge. Wenn sich die Gruppe zu sehr auseinander gezogen hatte, wurde eine kleine Rast eingelegt, bis alle wieder vereint waren. Christa Ludwig hatte stets ein wachsames Auge auf alle Teilnehmer und sorgte dafür, das niemand verloren ging.
b_240_240_16777215_00_images_aktuelles_2016_Salzkotten_Kerzenhalter-Muscheln_2016-04-23.jpgSo erreichten wir gegen 17 Uhr Salzkotten und haben uns eine kleine Kaffeepause in einem Café gegönnt. Hier konnten wir sogar draußen sitzen.
Nach einem kleinen Rundgang durch die Altstadt und einem Besuch in der Kirche von Salzkotten haben wir in unserem Hotel eingecheckt. Die heiße Dusche war ein Traum!
Um 19 Uhr trafen wir uns alle zum Abendessen in einem gemütlichen Raum, der eigens für uns eingedeckt war. Hier konnte jeder nach seinem Wünschen speisen, weit entfernt von Wassersuppe und Pilgerbrot. Es war ein schöner Abschluss eines schönen Tages!

Nach einem stärkenden Frühstück und ausgestattet mit einem Lunchpaket setzten wir unsere Wanderung am Sonntagmorgen fort. Die Sonne lachte vom Himmel, aber es war noch kälter als am Vortag. Viele hatten alles angezogen, was verfügbar war. So wurde auch der Rucksack deutlich leichter! Start war erneut an der Kirche und nach einer schönen Lesung haben wir spontan noch ein Morgenlied und einen Kanon gesungen und uns auf einen weiteren schönen Tag gefreut.
b_240_240_16777215_00_images_aktuelles_2016_zwischen_Front_und_Kirschbluete_2016-04-24.jpgDer Weg war nun deutlich ländlicher und idyllischer. Auf dem Hellweg, der Teil des Jakobswegs ist, ging es durch Parks, vorbei an alten Fachwerkhäusern, einem alten Wasserrad und dem Gradierwerk. Schon am frühen Mittag kamen wir in Geseke an und wurden dort von einem kurzen, aber heftigen Hagelschauer empfangen. Zuflucht fanden wir in der Kirche, die zunächst verschlossen schien, aber dann doch noch eine offene Türe hatte.
Schnell kam dann auch wieder die Sonne hervor. Im Hospital zum Heiligen Geist holten wir uns den begehrten Pilgerstempel.
Da es bis zur geplanten Abfahrt noch ein wenig dauerte, blieb noch Zeit für eine Kaffeepause und einen Rückblick auf die gemeinsam verbrachten Tage.
Um 15:30 ging es mit dem Zug zurück nach Hagen und anschließend mit dem Bus weiter nach Breckerfeld.
Zwei wunderschöne Tage, an die ich gerne zurück denken werde.

Ganz herzlichen Dank an Christa und Harald Ludwig und alle anderen, die diese Wanderung so perfekt organisiert haben!

Susanne Eitzert, April 2016    (Fotos: Chr. u. H. Ludwig)

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